News

Empfohlen

Aufruf zur Mahnwache am 09.10.2020


Liebe OGR, bitte macht mit, denn zum Jahrestag des Attentats auf die Synagoge in Halle müssen wir ein Zeichen setzen. Liebe Grüße Anna Ohnweiler

AUFRUF ZU EINER BUNDESWEITEN MAHNWACHE VOR SYNAGOGEN ODER EHEMALIGEN SYNAGOGEN AM 9.10.2020 UM 12:00 UHR

Nach einem Minutenprotokoll der Polizei Sachsen-Anhalt und darauf basierenden ersten Medienberichten verlief die Tat bis zur Festnahme des Täters zeitlich wie folgt:
11:54Der Täter parkt seinen mit vier Schusswaffen und Sprengstoff beladenen Pkw auf einem Parkplatz nahe der Synagoge und beginnt seinen Livestream mit einer Smartphonekamera.11:59Er befestigt das Smartphone an einem Helm, setzt ihn auf, startet den Motor und fährt zur Synagoge.12:01–12:07Er parkt den Pkw am Straßenrand vor der Synagoge, schießt mehrmals auf deren Türen, wirft Molotowcocktails oder Handgranaten dagegen.12:03Er erschießt eine Passantin, die ihn auf die lauten Explosionen ansprach. Ein Notruf 112 aus der Synagoge schildert der Rettungsleitstelle den Angriff.12:04Ein Anrufer meldet der Polizeiinspektion Halle das Geschehen.12:05Ein Kurierfahrer fragt den Täter nach der am Boden liegenden Frau und flieht, als dieser ihn zu erschießen versucht.12:07Er gibt den Angriff auf die Synagoge auf, fährt 500 m zur Ludwig-Wucherer-Straße und hält am Dönerimbiss an.~12:10–12:16Er greift den Imbiss mit Sprengsätzen an, schießt auf Passanten und erschießt im Imbiss einen Gast.12:11Polizei trifft an der Synagoge ein und findet die bereits tote Frau.ab 12:16Er schießt auf Polizisten, trifft einen Streifenwagen, wird im Schusswechsel am Hals verletzt, kann aber einsteigen und wegfahren.Ein Streifenwagen erreicht den Imbiss und stellt sich quer, um den Täter-Pkw zu blockieren. Nach dem Schusswechsel verfolgt der Wagen ihn, verliert ihn aber rasch aus den Augen.12:18 
B. fährt nochmals an der Synagoge und der dort befindlichen Polizei vorbei, ohne anzuhalten. Zeugen hören keine Polizeisirenen.12:19Polizei verliert den Täter erneut aus den Augen.12:22 
Er fährt Richtung Leipzig und wirft am Hauptbahnhof sein Smartphone aus dem Beifahrerfenster. Die Polizei verliert seine Spur.13:00In Wiedersdorf versucht er einen anderen Pkw zu kapern, verletzt mit Schüssen einen Mann und eine Frau und stiehlt ein Taxi aus einer Autowerkstatt für die weitere Flucht.Der Polizei wird eine Schießerei in Wiedersdorf gemeldet.~13:19Die Autobahnpolizei entdeckt das Fluchtauto im Gegenverkehr auf der Bundesautobahn 9 Richtung München.13:25Die Polizei in Wiedersdorf findet rund vier Kilogramm Sprengstoff im ersten Fluchtfahrzeug.bis 13:35Er fährt auf die Bundesstraße 91, verursacht in einer Baustelle einen Verkehrsunfall mit einem Lkw ohne Verletzte und flieht zu Fuß weiter.13:38Zwei Revierpolizisten aus Zeitz nehmen ihn etwa 40 km südlich von Halle bei Werschen (Hohenmölsen) fest.

Wiesbaden 24.10.2020

Veranstaltung in Wiesbaden gegen Rassismus und rechte Strukturen bei der Polizei und in den Sicherheitsbehörden

Trotz steigender Corona Infektionszahlen haben erfreulich viele Omas gegen Rechts

an der vom  Aktionsbündnis #wi2410  für den 24.102020 in Wiesbaden aufgerufenen 

Demonstration gegen Rassismus und rechte Strukturen bei Polizei und Sicherheitsbehörden teilgenommen.

Dem Aufruf folgten mindestens 500 Menschen einer Vielzahl von Organisationen  aus diversen Städten des Rhein-Main-Gebiets.

Auf der vierstündigen Veranstaltung wurden Corona-Auflagen strikt eingehalten. Auf den Kundgebungen und Zwischenstopps wurden von beteiligten Organisationen nachfolgende Redebeiträge verlesen. 

1. Kundgebung Reisinger Anlagen
 1. BCF
 2. BGR Wiesbaden- Drohbrief und Mitte der Gesellschaft
 3. Be heard
 4. BGR Mainz- Alltagsrassismus
 5. Grußwort der Linken


2. Schwalbacher Str./ 1. Polizeirevier
 1. Kein Schlussstrich Hessen- Kontinuität des institutionellen Rassismus
 2. Be heard
 3. IL- antifeministischer Charakter des NSU 2.0

3. Dernsches Gelände
 1. Kiwi- Antisemitismus ( Kritische Intervention Wiesbaden)
 2. BCF
 3. Aufstehen gegen Rassismus- Rolle von Nazis in/bei Querdenken Demos
 4. VVN- Kontinuitäten in hessischen Sicherheitsbehörden

Über 3000 Omas auf Facebook

Liebe Anna,

herzlichen Glückwunsch und allerliebsten Dank für die Facebook-Gruppe „Oma gegen Rechts in Deutschland “ , welche Du am 27. Januar 2018 erstellt hast.

Du hast die Gruppe spontan erstellt, angetrieben von einem gerechten Zorn über ein bitterböses Zitat, welches Du in der morgendlichen Presse gelesen hattest.

Deine Facebook-Gruppe hat diese Woche über 3000 Mitglieder, 3000 „Omas gegen Rechts in Deutschland“ alleine auf Facebook. Darüberhinaus gibt es auch einige OMA-GRUPPEN, welche sich ohne Facebook organisieren.

Besonders ältere Menschen fühlen sich bei den „OMAS“ zuhause. Tägliche Diskussionen auf Facebook über Tagespolitik, lassen uns gut informiert sein und halten uns geistig fit. Gemeinschaftlich Aktionen planen, vorzubereiten und schliesslich als Gruppe in der Öffentlichkeit Haltung gegen Rechtsextreme zu zeigen, erfordert Herzblut und gibt uns Bestätigung, das Richtige zu tun.

Liebe Anna, Du hast ein grosses Ziel erreicht, Du hast uns Menschen erreicht.

DANKE ANNA !

OGR Bodensee aktiv gegen AfD

Omas Gegen Rechts Bodensee beteiligen sich am Gegenprotest zum „Bürgerdialog“ der AfD

In Weingarten in Oberschwaben am 06.10. und am Seeufer in Friedrichshafen am 15.10. veranstaltete die AfD jeweils einen „Bürgerdialog“ zum Thema Infrastruktur. 

Beide Male waren wir als Omas am Gegenprotest beteiligt, unter anderem mit je einem Redebeitrag. In beiden Fällen waren wir mehr. In Weingarten 120 bei 20 Besuchern der AfD-Veranstaltung, in Friedrichshafen waren es 70 Gegendemonstrant*innen zu 40 AfD-Anhänger*innen.

Inhaltlich baut die AfD Luftschlösser. Sie wollen Autobahnen bauen (!), anstatt vorhandene Infrastruktur zu sanieren. Außerdem schwebt ihnen eine Transrapid-Verbindung vor und ein unterirdisches Tunnelsystem für den Transport von Waren. – Sie werden wohl nicht in die Verlegenheit kommen, ihre Projekte auch umzusetzen.

Der Protest in unserer Region geht leider noch nicht sehr in die Breite der Gesellschaft. Oft sind es am ehesten die Linken, die zum Gegenprotest mobilisieren, Mitglieder der anderen demokratischen Parteien sucht man oft vergeblich. Umso wichtiger ist es uns als Omas, hier Präsenz zu zeigen!

Offener Brief an Minister Seehofer

Omas gegen Rechts Deutschland e.V. Ortsgruppe Stuttgart

27.9.2020

Gefährdung der Polizei durch rechte Strukturen

Sehr geehrter Herr Bundesminister Seehofer.
Rechtsextreme, rassistische Umtriebe in unserem Land häufen sich.

Mit großer Sorge erfüllen uns aktuelle Berichte über nachgewiesene Fälle rechter Gesinnungsgenossen und Unterstützer bei Polizei und Militär, bis hin zu entsprechenden rechtsradikalen Zellen bei der Polizei in mehreren Bundesländern.

Wir fürchten um die Beschädigung der Werte unseres Rechtsstaates, eine Destabilisierung der Ordnungsorgane, eine Gefährdung unserer demokratischen Grundordnung, und daraus folgend die Bedrohung der Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger. Besonders aber empfinden wir die fortgesetzte Hetze und Diskriminierung gegen Menschen mit Migrationshintergrund als unerträglich und in höchstem Maße geradezu unchristlich. Wir fürchten um die Sicherheit von Politikern und engagierten Bürgern, die sich für Recht und Freiheit Aller einsetzen.

Wir fordern sie auf, eine bundesweite, wissenschaftliche Untersuchung der Gefährdung der Polizei durch extreme Strukturen nicht weiterhin zu verhindern.

Es läge auch im Interesse der unzähligen Anständigen, die der Öffentlichkeit dienen, dass das Ansehen der Polizei nicht durch etliche Extreme gefährdet oder gar zerstört wird.

Unterschriftenliste als Exceldatei anbei

P.S. Wir erlauben uns, Kopien dieses Schreibens an die Redaktionen verschiedener deutscher Tageszeitungen weiter zu leiten.

Gedanken zum 9. Oktober

Wann hört das auf, wo führt es hin?

Halle, Hanau, Kassel die Orte der jüngsten Attentate. Kein Ende in Sicht, keine Hoffnung.

Nur die bange Frage: WANN, WO und WEN es als nächstes trifft. 

Ein verwirrter Einzeltäter, nicht schon wieder. So lenkt man den Blick auf die Psychiatrie, doch der Ursprung sitzt bei den Feinden der Demokratie.

Eine Partei gut bürgerlich genannt, propagiert sehr gewannt, sie habe alle Probleme schon erkannt.  Sie wirbt mit einfachen Sprüchen, um im Trüben nach Anhängern zu fischen. 

Sie verharmlost Gräueltaten unserer Vorfahren. Nein, wir müssen kein Gewissen mehr haben. Sie verherrlicht die Reinheit der „arischen Rasse“.  Schürt Angst vor anderen Völkern und Neid in der unteren Kaste. 

So mancher  Einzelgänger fühlt sich bald zum Heldentum  berufen. Er macht sich auf, einen Tatort zu suchen. Auch Stolz kann gefährlich sein, nicht für den Stolzen, nur für den Ungewollten.

Der Ruf nach starken Führern ist nicht mehr weit. Schon bald ist das Ziel der Rechten erreicht, die Bürger rufen nach einer starken Obrigkeit.

Erst tragen wir viele Opfer zu Grabe, dann hängen wir die Demokratie an den Nagel. So haben sie freie Hand, die Bürger mit viel Land und Tand. Sie mehren ihren Wohlstand mit des Volkes arbeitender Hand.

Heike Arnold

Mahnwache in Baisingen

OMAS GEGEN RECHTS halten Mahnwache vor der Synagoge in Baisingen

Zum ersten Jahrestag des Anschlags auf die Synagoge in Halle am 09.Oktober 2019 traf sich eine kleine Gruppe der  OMAS GEGEN RECHTS, aus Nagold, Altensteig und Reutlingen verstärkt durch drei Opas, zu einer Mahnwache vor der ehemaligen Synagoge in Baisingen. 

Anna Ohnweiler, Initiatorin und Mitbegründerin von OMAS GEGEN RECHTS in Deutschland, erinnerte an das schreckliche Ereignis vor exakt einem Jahr, als  ein verwirrter rechtsradikaler Attentäter in Halle  während des Gottesdienstes zum Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, die Synagoge stürmte und dabei zwei Menschen erschoss. Da die massive Tür dem Kugelhagel standhielt, konnte wie fast durch ein Wunder eine noch größere Katastrophe verhindert werden.

Bernhard Utters trug einen tagesaktuellen Artikel aus der „Süddeutsche Zeitung“ vor und stellte damit den Bezug zur Situation ein Jahr nach dem Anschlag her. Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit sind politische Denkmuster, die von rechtsradikalen Bewegungen und Parteien nach wie vor bedient werden.

Im Mittelpunkt der knapp halbstündigen Veranstaltung standen jedoch das stille Gedenken an die Opfer des Anschlags von Halle sowie die Verpflichtung, sich gegen jede Form  von Fremdenhass und Antisemitismus zur Wehr zu setzen.

Statt weiterer Reden wurden Texte aus der hebräischen Bibel, die als Altes Testament Teil der christlichen Bibel geworden ist, vorgetragen. Anna Ohnweiler las den 121.Psalm, der auch Teil des jüdischen Totengebets ist. Helmut Luckert erläuterte kurz den ursprünglichen Zusammenhang dieses Psalms, der als Wallfahrtslied zu verstehen ist, mit dem sich Pilger auf dem Weg zum Tempel nach Jerusalem gegenseitig Mut zusprachen  und sich der Hilfe Gottes versicherten. Dazu verlas er den Text in der hebräischen Originalsprache.

Abschließend sprach Helmut Luckert – auf deutsch und hebräisch- den so genannten Aaronitischen Segen, mit dem auch jeder christliche Gottesdienst beendet wird. Dieser Segen ist ebenso Bestandteil der Liturgie zum Jom-Kippur-Fest, dem Tag des Anschlags von Halle im vorigen Jahr.

Die behördlich genehmigte Veranstaltung fand unter Beachtung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln sowie unter Anwesenheit zweier freundlicher Beamter der Polizeidienststelle Rottenburg statt.

Helmut Luckert


Spende für Moria

Wir Omas gegen Rechts versuchen im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen. Unser Spendenaufruf wurde erhört. Dafür ein herzliches Dankeschön. Auch aus unserer Vereinskasse konnten wir noch etwas beitragen. So haben wir heute

€ 500,00 an die „Ärzte ohne Grenzen“

überwiesen. Ein Tropfen auf den heissen Stein, wenn man die erbärmlichen Lebensumstände der vielen Menschen in Moria bedenkt. Mit Aufnahme der Menschen aus Moria, könnten wir hier im Lande viel effektiver helfen und ihnen eine Lebensperspektive geben.

Konstanz am 3. Oktober 20

Die OGR-Gruppe am Bodensee hat einen herrlichen Bericht über ihre Aktivitäten am 03. Oktober erstellt:

Gegendemo zur Menschenkette der Querdenker am 03. Oktober in Konstanz

Wir Omas Gegen Rechts Bodensee wollten zusammen mit den Studis Weingarten gegen die ursprünglich geplante Kundgebung der Querdenker am 03. Oktober in Konstanz demonstrieren. Die Organisation war lange von vielen Ungewissheiten geprägt. Die Querdenker haben ihre Kundgebung auf den 04. Oktober verschoben, am 03. fand nun die Menschenkette, die nach deren Planung rund um unseren schönen Bodensee reichen sollte, statt.

Die Planung der Stadt Konstanz sah nun viele eher kleine und überschaubare Gegenproteste an unterschiedlichen Plätzen und über verschiedene Routen vor. Dieses Konzept ist aufgegangen, hatte aber zur Folge, dass erst sehr kurzfristig klar wurde, was wann wo stattfindet. Außerdem war schwer einzuschätzen, wie viele Menschen da auflaufen, und ob unsere Sicherheit im Getümmel gewahrt bleibt.

Schon bei der Anreise mit der Fähre ab Meersburg zeigte sich, dass es zunächst sehr nass werden würde. Die Orientierung in Konstanz war zunächst nicht einfach, inzwischen goss es zudem wie aus Kübeln. Marie von Reclaim Your Streets Ravensburg und ich retteten uns schließlich im Stadtgarten unter die Zeltdächer vor der Musikmuschel, wo eine Kundgebung lief. Bei dieser Kundgebung sprach schon Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter für BW, den wir auch später nochmals hören durften. Um 12:00h kam dann mit Heike und ihrem Mann Hannes endlich Verstärkung und erstmal ein heißer Kaffee, bei dem wir uns bekannt machten. – Und schließlich kam die Sonne!!!!! 

Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt startete dann der Demozug der SPD am Stadtgarten unter dem Motto „Freiheit und Verantwortung“. Obwohl wir nur wenige waren und die Studis leider nicht vorhanden (krank oder anderweitig verhindert), entrollten wir nun das mitgebrachte und abgebildete Banner. – Roman von den Studis (und vielleicht noch andere?) hatten sich, wie übrigens auch eine weitere Oma, die uns nicht gefunden hatte, dem Zug der Grünen Jugend angeschlossen, wie ich später hörte.

Am Münsterplatz gab es dann die Abschlusskundgebung mit unterschiedlichen Rednern, unter anderen auch wieder Michael Blume.

Die Querdenker waren natürlich ebenfalls mit Kundgebungen präsent. Einige sprachen uns gezielt an sie suchten die „Diskussion“ darum, wer denn hier rechts sei usw., sehr fruchtlos. Nach diesem doch anstrengenden Tag dann die entspannte und sonnige Rückreise.

Petition

In Moria werden Menschenrechte verletzt

http://chng.it/JLnxksQbk7

Bitte folgen Sie dem obigen Link und unterschreiben die Petition!


Sehr geehrte Damen und Herren der Bundesregierung,
zwei Drittel der ehemaligen Flüchtlinge, darunter viele Kinder, des abgebrannten Lagers Moria sind jetzt zum Teil gegen ihren Willen in einem provisorisch auf einem ehemaligen Militärgelände errichteten Zeltlager untergebracht.
Das kann doch nicht die Lösung sein, nicht die europäische und schon ganz und gar nicht die deutsche.
Man weiß, dass der Boden auf einem Gelände, welches militärisch genutzt wurde, in der Regel schwer schadstoffbelastet ist. Die Zelte, welche hier errichtet wurden, stehen auf dem nackten Boden, selbst eine Zeltplane als Bodenschutz fehlt.
Und hier sollen Familien mit Kindern leben? Wie lange noch?
Schon längst werden die Lager, welche sich auf den griechischen Inseln befinden, ihrer ursprünglichen Bestimmung nicht mehr gerecht? Oder wurden sie uns nur als Erstaufnahmelager zur Registrierung der Flüchtlinge verkauft, damit sie weiterverteilt werden können? War es von Anfang an klar, dass sie dazu dienen, Flüchtlinge von Europa fernzuhalten?
Wenn dem so ist, müssten sie in Internierungslager umbenannt werden, in welchen Menschenrechte und Menschenwürde gröblich verletzt werden, denn dem entspricht die aktuelle Vorgehensweise. Ist dann die Genfer Flüchtlingskonvention nur Makulatur?
Das ist kein tragbarer Zustand und einer Staatengemeinschaft unwürdig, welche Menschenrechtsverletzungen überall auf der Welt anprangert.
Auch wenn es Alleingänge sind, darf Deutschland nicht länger warten, schon gar nicht so lange, bis sich auch nationalistisch geprägte Staaten bewegen.
Wir haben soviel Platz, so dass wir den Menschen in Moria helfen können, indem wir sie bei uns aufnehmen.
Deutschland darf nicht so lange warten, bis in den Geschichtsbüchern steht, dass von diesem Land am Rande Europas Internierungslager betrieben wurden, in welchen Familien mit Kleinkindern untergebracht waren und unter erbärmlichen Umständen über Jahre dort ausharren mussten.
Wir wissen schon, dass es so viele Flüchtlingslager in der Welt gibt und Deutschland nicht alle Flüchtlinge aufnehmen kann. Doch Moria liegt in der EU und demnach in unserer Verantwortung.
Wir haben Platz! Städte und Kommunen wollen aufnehmen.
Herr Innenminister, geben Sie Ihre Blockadehaltung auf, denn die 1553 aufzunehmenden Flüchtlinge, auf welche Sie sich haben erweichen lassen, sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Aufnahme aller Flüchtlinge des Lagers Moria hätte ein Zeichen setzen können. Auch wenn Sie immer wieder betonen, dass sich 2015 nicht wiederholen darf, rechtfertigt es Ihre jetzige Vorgehensweise nicht. Wir haben nicht 2015 und die Flüchtlinge, von denen wir sprechen, sind schon seit vielen Monaten in Europa, allerdings harren sie auf dem Fußabstreifer der Union aus.
Wir ALLE haben Kinder und Enkelkinder und können angesichts dieser Zustände nicht mehr tatenlos zusehen, da wir später von unseren Nachkommen nicht gefragt werden wollen: Was habt ihr dagegen getan?
Diese Frage haben wir unseren Eltern und Großeltern oft gestellt und nicht immer eine Antwort erhalten.
Wir, die OMAS GEGEN RECHTS in Deutschland möchten Ihnen vertrauen, können aber nicht. Werden Sie aktiv!
Mit freundlichen Grüßen
Anna Ohnweiler
Omas gegen Rechts Deutschland e.V.
www.omas-gegen-rechts.org